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Dienstag, 22. September 2026
Verkehrsminister Bilger und EU-Kommissar Tzitzikostas bei Eröffnung
Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr, und Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, werden mit ihren Reden heute Vormittag die InnoTrans 2026 eröffnen. Die Begrüßungsrede wird als Gastgeber Dirk Hoffmann, COO der Messe Berlin, halten. Der offizielle InnoTrans-Auftakt, bei dem rund 1.000 geladene internationale Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Palais der Messe Berlin erwartet werden, steht unter dem Motto „Mobility on a global scale – Shaping projects an growth opportunities“. Entsprechend ist das Eröffnungspanel mit Industrievertretern besetzt, die sich mit ihren Unternehmen im weltweiten Schienenverkehrsgeschäft bestens auskennen: Diskutieren werden Martin Sion, CEO von Alstom, Michael Peter, CEO von Siemens Mobility, und Petr Novotny, CEO und Executive Chairman der Škoda Group. Ian Choudri, CEO der California High Speed Rail Authority, wird die US-amerikanische Perspektive einbringen.
Ein schneller Überblick: Neuheiten, KI und Robotik
InnoTrans ist bis auf den letzten Zentimeter belegt, die Hallen ebenso wie das Outdoor display. Wer schnell einen Überblick über die insgesamt rund 200.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gewinnen will, kann sich den Rundgängen anschließen, die mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten täglich angeboten werden. Am Vor-Messetag konnten sich internationale Journalisten bei acht Herstellern (Stadler, Škoda, Vossloh Rolling Stock, Liebherr, Hitachi, CRRC, Alstom und Siemens) und einem Forschungsprojekt (AutomatedTrain) einen Überblick verschaffen über automatisiertes Fahren, Echtzeit-vernetzte Fahrzeuge, modulare Antriebsformen, Leichtbau bei Lokomotiven und Straßenbahnen, Fahrzeuge für den Gleisbau, Hochgeschwindigkeitszüge und Güterzüge der Zukunft. Ab dem heutigen Messe-Dienstag werden täglich zehn Rundgänge durch Hallen und Außengelände angeboten. Sie stehen allen Besucherinnen und Besuchern offen – man muss sich jedoch über die InnoTrans-App anmelden (Events). Die Rundgänge decken drei große Themenbereiche ab: Weltneuheiten (World Innovation Tours), Künstliche Intelligenz (AI Tours I und II) sowie erstmals Robotics (I und II).
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Österreichs Verkehrsminister Peter Hanke beim VDB-Vorabendempfang
Beim traditionellen InnoTrans-Vorabendempfang des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) hat VDB-Präsident Andre Rodenbeck gestern Abend „strategische und finanzielle Planungssicherheit“ für die Bahnindustrie gefordert. Die Notwendigkeit von Planungssicherheit unterstrich auch der politische Gast des Abends, Österreichs Verkehrsminister Peter Hanke. „Wie schön, dass wir uns in Österreich ein Ziel gesetzt haben“, bekannte Hanke mit Blick auf den Infrastrukturplan und den mehrjährigen Rahmenplan zur Finanzierung. Er appellierte zudem dafür, Mobilität in Europa als kritische Infrastruktur zu betrachten, die zu schützen einen Preis haben müsse. Einen Kulturwandel bei Beschaffung und Wettbewerb forderte auch Andre Rodenbeck: Öffentliche Vergaben sollten Innovation anreizen und nicht nur über den Preis entschieden werden. Als dritter Redner unterstrich André Schwämmlein, Gründer und Vorstand von Flix, dass Flixtrain mit einem komplementären Produkt zum bestehenden Fernverkehr auf der Schiene den Markt erweitern und zusätzliche Fahrgäste für das System gewinnen wolle. Am Vorabend der InnoTrans empfing der VDB über 1.000 Gäste aus dem gesamten Bahnsektor.
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Effiziente Lösungen für die Mobilität von Morgen
ebm-papst entwickelt intelligente Lüftungstechnik, die dazu beiträgt, dass Bahnanwendungen leistungsfähiger, komfortabler und zukunftssicher werden. Mehr erfahren.
VDB-Nachwuchspreis verliehen
Der Nachwuchspreis „Clean Mobility Award“ des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) wurde beim gestrigen traditionellen InnoTrans-Vorabendempfang des VDB feierlich an Saskia Drechsel, Merlin Nacke und Isabella Sophia Zimmermann verliehen. Die Stromschwingungen in den DC-Bordnetzen vollelektrischer Stopfmaschinen hat Saskia Drechsel im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der TU Dresden untersucht. In der Arbeit wurden die physikalischen Zusammenhänge systematisch analysiert und daraus belastbare Projektierungsrichtlinien für zukünftige Maschinen abgeleitet. Merlin Nacke von der Universität Hamburg hat in seiner Masterarbeit analysiert, wie die präventive Schieneninstandhaltung durch High-Speed Grinding dazu beitragen kann, den Lebenszyklus von Schienen zu verlängern und CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Untersuchung von Isabella Sophia Zimmermann für ihre Masterarbeit an der TU Berlin liefert eine systematische Grundlage für die Entwicklung und Dimensionierung alternativer Antriebssysteme für Diesellokomotiven und trägt dazu bei, den Übergang von der Dieseltraktion zu emissionsärmeren Antriebskonzepten im Schienengüterverkehr auf nicht-elektrifizierten Strecken voranzutreiben.
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Sonderzug bringt Akteure der EU-Schienenpolitik nach Berlin
Erneut sind Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen der europäischen Schienenpolitik gestern gemeinsam mit einem Sonderzug von Brüssel nach Berlin gereist. Die klimaschonende Anfahrt wurde unter anderem von der EU-Kommission, dem gemeinsamen Forschungsunternehmen Europe’s Rail und der Europäischen Eisenbahnagentur organisiert. Während der rund siebenstündigen Fahrt gab es an Bord des ICE 3neo „Europa“ der Deutschen Bahn verschiedene Diskussionsrunden und Aktivitäten rund um europäische Schienenpolitikthemen wie Harmonisierung, Hochgeschwindigkeitsverkehr und die Entwicklung des Schienengüterverkehrs. Auch die Gelegenheit zum bilateralen fachlichen Austausch und zum Netzwerken vor den Messetagen nutzten die rund 300 Gäste. Unter ihnen waren auch Delegationen aus Ländern Südamerikas, Asiens und Afrikas, mit denen der europäische Schienensektor Kontakte knüpfen und vertiefen will. „Das zeigt, dass wir eine weltweite Community sind“, sagte Maja Bakran Marcich, stellvertretende Generaldirektorin der DG MOVE der EU-Kommission. Am Berliner Hauptbahnhof, den der „European Train“ pünktlich erreichte, begrüßten unter anderem der Berliner Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Mobilität, Andreas Kraus, und der Deutsche-Bahn-Konzernbevollmächtigte für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Alexander Kaczmarek, die Messegäste aus Brüssel.
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Zahlen und Fakten: So groß wird die InnoTrans 2026
Dieses Jahr feiert InnoTrans ihr 30-jähriges Bestehen – pünktlich dazu liefert die Messe neue Rekordzahlen ab. Erstmals sind mehr als 3.170 Aussteller dabei, das sind nochmal rund 200 mehr als 2024, das ebenfalls ein Rekordjahr war. Die 42 Hallen des Messegeländes, das insgesamt eine Brutto-Ausstellungsfläche von 200.000 Quadratmetern hat, sind ausgebucht. Das gilt auch für das rund 20.000 Quadratmeter große Outdoor display der InnoTrans. Dort sind dieses Jahr 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern zu finden. Von den rund 130 Ausstellern, die sich auf dem Outdoor display präsentieren, sind etwa 30 Unternehmen erstmals in diesem Segment dabei. Die Chancen stehen gut, dass InnoTrans die Rekord-Besucherzahl von etwa 170.000 aus dem Jahr 2024 übertrifft.
Dabei hat alles ganz klein angefangen: Zur ersten InnoTrans 1996 kamen 172 Aussteller und etwa 6.400 Fachbesucher. Im Jahr 2000 betitelte das Fachmagazin „EI – Der Eisenbahningenieur“ das Event erstmals als „Leitmesse für Verkehrstechnik“. Und die Ausstellungs-Macher haben weitere Ambitionen: Für nächstes Jahr ist erstmals die InnoTrans Asia geplant, und zwar in Singapur. Etwa die Hälfte der dortigen Ausstellungsfläche sei bereits gebucht, meldeten die Organisatoren kürzlich.
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Siemens im Zeichen des X
Siemens hat seinen Messeauftritt ganz in das Zeichen des „X“ gestellt. Die Schlagwörter dazu sind: Signaling X, Mobility Software Suite X, Railigent X mit Railigent X Copilot und Vectron X. Signaling X ist die offene Weiterentwicklung der zentralisierten und cloudbasierten Signaltechnik mit offenen Schnittstellen, die auf standardisierten Servern läuft. Dies reduziert nicht nur die Kosten um 20 Prozent, so Siemens, parallel wird die Kapazität der Strecke um 30 Prozent erhöht und der Energieverbrauch um 30 Prozent reduziert. Die Mobility Software Suite X versteht sich als One-Stop-Shop für digitale Mobilitätslösungen und ist ein Teil von Siemens Xcelerator. Mobility Software Suite X bietet Vorteile sowohl für Fahrgäste wie auch Betreiber. Railigent X Copilot ist ein KI-gestützter sprachbasierter Assistent von Siemens Mobility, der als Teil der Railigent X-Applikationssuite die Instandhaltung und den Betrieb von Schienenfahrzeugen optimiert. Auf den Vorschlägen von Railigent X Copilot werden auch die Instandhaltungsprozesse aufgebaut. Der Vectron X ist eine Erweiterung der digitalen Plattformlösung Xcelerator, die erstmals auf der InnoTrans 2022 präsentiert worden ist. Diese offene Marktplatzlösung ist auch Drittanbietern zugänglich. Der Vectron X ist nicht nur nahezu in Echtzeit vernetzt, über einen App-Store können vom Betreiber freigegebene Apps auf der Lok geladen werden. Dafür verfügt die Lok über einen zentralen Smart Screen im Führerstand anstelle des bisherigen Ebula-Gerätes, der auch das Tablet einer Lokführerin oder eines Lokführers spiegeln bzw. verschiedene Anwendungen im Split Screen ausführen kann. Das Smart Release ist nachrüstbar und bedarf keiner Neuzulassung, so Andre Rodenbeck, CEO Rolling Stock.
Launch der 11. Ausgabe der World Rail Market Study
TCC-Service
Die 11. Ausgabe der UNIFE World Rail Market Study wird am Dienstag auf der InnoTrans vorgestellt. Die Präsentation findet um 14:00 Uhr am UNIFE-Stand in Halle 4.2 statt. Die Studie zum weltweiten Eisenbahnmarkt für Lieferanten von Bahntechnik bietet eine detaillierte Analyse der Marktlage und der Aussichten über die kommenden Jahre. Die mit Unterstützung von Bain & Company erstellte Studie untersucht 66 Schwerpunktländer, auf die rund 99 Prozent der weltweiten Nachfrage entfallen, sowie die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich Infrastruktur, Zugsteuerung, Zugsicherung und Signaltechnik, Schienenfahrzeuge, Dienstleistungen und Turn-Key-Management. Auch die Studie selbst weist eine Neuerung auf: Die World Rail Market Study 2026 wird erstmals als modulare Online-Plattform bereitgestellt, die mithilfe von KI durchsucht und über interaktive Diagramme erkundet werden kann.
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InnoTrans zeigt die nächste Generation der Nachtzüge
Nach Jahren als Nischenprodukt soll der Nachtzug in Europa neuen Aufwind bekommen. Klimaschutz, die Nachfrage nach nachhaltigem Reisen und der Wunsch nach komfortablen grenzüberschreitenden Verbindungen treiben die Entwicklung. Auf der InnoTrans 2026 zeigen mehrere Unternehmen, wie komfortables Reisen über Nacht künftig aussehen könnte. Im Fokus stehen Privatsphäre, effiziente Raumnutzung und Fahrkomfort. Das Berliner Start-up Nox Mobility will ab 2027 Nachtzüge mit ausschließlich privaten Abteilen auf Europas Schienen bringen. Der Prototyp wird am 23. September 2026 um 11 Uhr auf dem Outdoor display T4/12 enthüllt. Luna Rail zeigt seinen Hotel Pod und Seat Pod erstmals eingebaut in einen echten Reisezugwagen. Im „Luna Rail Lab“ auf dem Outdoor display T1/70 können die Kabinen selbst betreten und ausprobiert werden. Gemeinsam mit den Unternehmen Tricon, Gata, satek und k+v hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen neuartigen Nachtzug entwickelt. Das Ergebnis des Forschungsprojekts ALISA (Angebotsdifferenziertes, leichtes und innovatives Schlafwagenkonzept) wird am 22. September 2026 um 14.30 Uhr im Veranstaltungszelt vor dem Eingang Süd (Freigelände O|10) vorgestellt.
Dekarbonisierung im Regionalverkehr bleibt aktuell
Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Regionalverkehr ist auch auf dieser InnoTrans ein wichtiges Thema. Gleich mehrere Fahrzeughersteller zeigen auf dem Outdoor display dazu Lösungen. Eine Weltpremiere ist der batterie-elektrische Triebzug (BEMU) von CAF aus Spanien. Der SPNV-Aufgabenträger Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat insgesamt 76 Züge bestellt: 15 vom 44,9 Meter langen Kurztyp und 61 vom 55,5 Meter langen Langtyp. Eine Besonderheit der Züge ist, dass sie je nach Anforderungsprofil der einzelnen Linien unterschiedlich viele Batteriepacks (ESU) bekommen. CAF ist im Test mit dem Kurztyp ohne Nachladung über 270 Kilometer nonstop gefahren. Skoda zeigt einen zweiteiligen BEMU auf Basis der Regionalzug-Plattform Panter. Die Tschechische Staatsbahn ČD hat 19 dieser Züge bestellt, die ersten sind bereits im Einsatz. Der im Outdoor display ausgestellte Akku-Flirt von Stadler ist in diesem Segment eine neue Fahrzeuggröße: Bisher sind alle BEMU zweiteilige Triebzüge, die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben bei Stadler aber 23 Akku-Züge in einer dreiteiligen Ausführung bestellt. Sie sollen ab 2028 eingesetzt werden. Der ÖBB-Flirt basiert auf der weiterentwickelten Flirt 4-Plattform. BEMU werden künftig auch im S-Bahnverkehr verwendet: Siemens ist mit einem zweiteiligen Mireo Plus B vertreten. Das Modell wird auf einer Linie im S-Bahnnetz Mitteldeutschland um Leipzig fahren. Von diesen BEMU hat der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) als federführender Aufgabenträger bei Siemens 16 Einheiten bestellt.
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Wichtige Termine am 22.09.2026
•  10.00 - 11.30 InnoTrans Eröffnung, palais.Berlin
•  13.15 - 13.45 AI Meets Rail Resilience, Halle 7.1c, Mobility+ Corner
•  13.30 - 14.00 Announcement of the 2026 World Rail Market Study Results, Halle 4.2, Stand 230
•  14.30 - 15.15 Europe's Rail Joint Undertaking - Women in Rail Award, Halle 4.2, Stand 260
•  16.15 - 16.45 Künstliche Intelligenz im Dienste des Bahnbetriebs, Halle 7.1a, AI Mobility Corner
 
Alle Termine finden Sie bei InnoTrans Plus

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InnoTrans Daily unterwegs
Der InnoTrans Daily ist auch zum Download in der InnoTrans Report-App und auf www.innotrans.com verfügbar
World Innovation Guide
Der exklusive World Innovation Guide zur InnoTrans 2026 beinhaltet 180 Weltpremieren aus den fünf Messesegmenten Railway Technology, Railway Infrastructure, Public Transport, Interiors und Tunnel Construction.
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